Chicorée

Chicorée

Der Chicorée stammt von der wildwachsenden Wegwarte ab und ist verwandt mit dem Radicchio. Über die Entdeckung des Chicorées als Gemüse gibt es viele verschiedene Erzählungen. Was jedoch feststeht, ist, dass seine Wurzeln bereits im 17. Jahrhundert verwendet wurden, um Kaffee-Ersatz herzustellen.

Der Anbau des Chicorées erfolgt hauptsächlich in Frankreich, den Niederlanden und Belgien, aber auch in Deutschland wird dieser kultiviert. Dabei werden die Wurzeln im Mai auf offenem Feld ausgesät und treiben in großen, grünen Büscheln aus. Im Herbst werden diese dann geerntet und in dunklen Treibräumen eine Woche bis acht Monate gelagert. In den Treibräumen bilden die Wurzeln dann die Chicorée-Sprossen aus, die es später im Handel zu kaufen gibt.

Die Lagerung erfolgt in dunklen Räumen, damit die Blätter der Sprossen nicht grün werden und so zu viele Bitterstoffe bilden.

Saison

Chicorée hat von Oktober bis März Saison. In diesem Zeitraum gibt es ein großes Angebot aus heimischen Anbau.

Geschmack und Verwendung

Der knackige Salat hat einen herzhaft-würzigen Geschmack.

Damit passt er hervorragend zu Obst wie Äpfeln, Orangen oder Mandarinen. Aber auch mit Fenchel, Avocado, Feldsalat und Nüssen lässt er sich gut kombinieren. Als Salat kann er mit einer Vinaigrette oder einem Joghurt-Dressing angemacht werden. Die Chicorée Blätter können ebenfalls als Schiffchen gefüllt und als Häppchen serviert werden. Auch warm ist der Chicorée ein Genuss. Längs halbiert und angebraten stellt er eine köstliche Beilage dar. Er als besonderes Highlight auf einen Flammkuchen oder als Komponente im Risotto verwendet werden. Außerdem schmeckt das Wintergemüse als Zutat in einem Auflauf oder einer wärmenden Suppe.

Bei der Verwendung wird lediglich das Wurzelende abgeschnitten – alles Weitere kann verwertet werden. So gibt es fast keinen Lebensmittelabfall.

Die inneren Werte

Chicorée ist – besonders im Winter – ein toller Lieferant für Vitamine und Mineralstoffe. Er ist reich an Kalium und enthält verschiedene B-Vitamine, Vitamin C sowie Beta-Carotin und Folsäure.

Außerdem enthält er den präbiotischen Ballaststoff Inulin. Dieser hat positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel und senkt den Cholesterinspiegel. Außerdem fördert er, wie andere Präbiotika auch, die Darmflora sowie die Mineralstoffaufnahme.

Der enthaltene Bitterstoff Lactucopikrin regt Ausschüttung von Magen- und Gallensaft an und wirkt appetitanregend. Dabei enthalten die heutigen Sorten deutlich weniger Bitterstoffe als früher und erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit.

Der Chicorée ist darüber hinaus ein kalorienarmes Gemüse, welches sich auch für Menschen mit Diabetes gut eignet.

Beim Kauf beachten

  • Die Sprossen des Chicorées sollten fest geschlossen, weiß und knackig sein. Dies ist ein Zeichen von Frische.
  • Beim Kauf sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die Blattspitzen eine hellgelbe bis gelbe Farbe haben.
  • Produktionsfehler, Beschädigungen oder überlagerte Ware erkennt man an braunen Blatträndern, rotbraunen Flecken oder Verfärbungen.
  • Neben dem weißen ist auch roter Chicorée im Handel erhältlich.
  • Der Chicorée lässt sich im dunklen Kühlschrank bis zu einer Woche frisch halten.

Quellen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Alles in Balance – Bekömmliche Lebensmittel für Magen und Darm (in: GUTES ESSEN – Magazin für Seniorinnen und Senioren)

Bundeszentrum für Ernährung: Chicorée – Lecker, vielfältig und nicht mehr so bitter

Bundeszentrum für Ernährung: Chicorée – Frisch und knackig

Deutsches Obst und Gemüse: Chicorée

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