Gemeinsame Zubereitung

Selbst die Kleinsten sind mit Freude und Neugierde dabei, wenn sie beim Zubereiten von Mahlzeiten mithelfen dürfen. Selbständigkeit und Selbstbewusstsein werden dabei ganz von allein gefördert. Kinder können…

Mit 2 – 3 Jahren

  • Brotscheiben mit Butter und Honig bestreichen oder mit Wurst und Käse belegen
  • Haferflocken, Rosinen und Nüsse zu einem Müsli mischen
  • Obst, Gemüse und Kartoffeln waschen
  • Joghurt- oder Quarkspeisen verrühren

Mit 4 – 5 Jahren

  • Kartoffeln mit einem Sparschäler schälen
  • Gemüse und Obst klein schneiden
  • Beim Backen helfen, wie z. B. den Teig rühren und Plätzchen ausstechen
  • den Tisch decken

Mit 6 Jahren

  • Eier aufschlagen und Rühreier herstellen
  • die Zutaten für z. B. Pfannkuchen abmessen, verrühren und den Teig in der Pfanne umdrehen
  • mit Hilfe von einfachen Bildrezepten z. B. Nudeln mit Sauce kochen

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Tipps für die Mahlzeiten

Ein hübsch gedeckter Tisch ist für eine gemütliche Mahlzeit von wesentlicher Bedeutung. In einer entspannten Atmosphäre spüren Kinder, dass Essen Genuss ist und Freude bereiten kann. Schmücken Sie gemeinsam den Tisch mit selbst gesammelten Blumen oder Kastanien. Oder Sie basteln Tischsets. Mit Hilfe selbstklebender Folie oder einem Laminiergerät werden gemalte Bilder ganz leicht zu halt- und abwaschbaren Sets.

Tischregeln und Rituale fördern die Tischgemeinschaft. So hat sich in vielen Familien bewährt, Spielsachen und Bücher vom Esstisch zu verbannen und den Fernseher auszuschalten. Ein schönes Ritual ist beispielweise das gemeinsame Singen eines Liedes oder das Aufsagen eines Reims.

Was auf den Tisch kommt, sollten nicht nur Erwachsene bestimmen. Kinder, die beim Speiseplan mitreden dürfen, essen auch lieber mit. Wie wäre es mit einem Wochenritual? An einem Tag der Woche schauen Sie gemeinsam in das Kochbuch und wählen dabei aus, was es zu essen gibt.

...auch bei gemeinsamen Mahlzeiten. Der Esstisch ist ein wichtiger Lernort: Essgewohnheiten, Vielfalt und Wertschätzung der Lebensmittel können hier ganz nebenbei vermittelt werden. Kinder lernen vor allem durch Beobachtung. Dabei spielt das Vorbild der Eltern eine große Rolle: Wenn Sie gerne Süßes und kaum Gemüse essen, haben Sie beim Nachwuchs schlechte Karten, wenn es „gesundes Essen“ geben soll.

Lassen Sie Ihr Kind selbst entscheiden, ob, was und wie viel es essen will – und respektieren Sie das Sättigungsgefühl Ihres Kindes.

Machtkämpfe am Tisch verderben die Freude am Essen. Beim Probieren neuer Speisen sind gewiss Ausdauer und Geduld nötig, denn manchmal bedarf es beim Anbieten neuer Speisen einige Male, bevor der Nachwuchs probiert. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit Freude und einer Vorbildfunktion erreichen Sie eine ganze Menge.

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