Rosenkohl auf Teller

Rosenkohl

Bis der Rosenkohl als Wintergemüse auf den Tellern der Menschen landete, musste er sich zunächst ein bisschen gedulden. Er wurde im Jahr 1587 noch als Kohl mit vielen Köpfen für eine seltene und unbrauchbare Art gehalten. In der Nähe von Brüssel wurde er dann schließlich vom wilden Kohl zum geschmackvollen Gemüse gezüchtet, weshalb er auch „Brüsseler Kohl“ genannt wird. Nun wird der Rosenkohl seit etwa 200 Jahren angebaut und ist damit ein noch sehr junges Gemüse. Nach Deutschland gelangte der Rosenkohl ab dem 19. Jahrhundert.

Der Rosenkohl ist eine der wenigen Gemüsesorten, die in Nordeuropa kultiviert werden. Dabei ist sein Anbau aufwendig: Er benötigt viel Pflege, einen nährstoffreichen Boden und eine gute Wasserversorgung. Geerntet wird er außerdem überwiegend per Hand.

Die zweijährigen Rosenkohlpflanzen werden etwa einen Meter hoch. In ihren Blattachsen bilden sich dann die etwa walnussgroßen Rosenkohlköpfe. Diese bestehen aus vielen Schichten von Blättern, die dicht übereinander liegen.

Saison

Von September bis Februar hat der Rosenkohl Saison. Aufgrund des großen Angebots an heimischer Ware wird der Rosenkohl in dieser Zeit preiswert im Handel angeboten.

Geschmack und Verwendung

Der Rosenkohl hat einen aromatischen und kräftigen Geschmack. Er wird oft herzhafter und feiner als die großen Kopfkohlarten wahrgenommen.

Ihr volles Aroma entfalten die Rosenkohlköpfe nach dem ersten Frost. Sie schmecken dann milder und süßer und sind dazu leichter verdaulich.

Zur Verwendung lediglich den Strunk abschneiden, bei Bedarf äußere Blätter entfernen und den Rosenkohl waschen. Auch ältere Exemplare können noch verwendet werden. Dafür einfach die welken Blätter entfernen und den inneren Teil wie gewohnt nutzen.

Die Verwendungsmöglichkeiten für den kleinen Kohl sind vielfältig. Ob als Gemüsebeilage, als Zutat im Auflauf und in der Quiche oder als Ofengemüse aus dem Backofen – der Fantasie bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt. Wer diese Zubereitungsarten bereits ausprobiert hat, kann Neues probieren und den Rosenkohl zu Püree oder Suppe verarbeiten oder aus ihm einen warmen Rosenkohlsalat zaubern. Um den Rosenkohl beim Kochen oder Dünsten gleichmäßig durchzugaren, empfiehlt es sich, den Stiel vorher kreuzweise einzuschneiden.

Die inneren Werte

Um den Körper auch im Winter mit Vitaminen und Mineralstoffen zu versorgen, eignet sich der Rosenkohl optimal. Er ist reich an Vitamin C, welches wichtig für die Immunabwehr ist und enthält zudem Vitamine der B-Gruppe sowie das Vitamin K. Auch in Bezug auf die Mineralstoffe kann der Rosenkohl punkten. Er enthält neben Magnesium auch Kalium, welches unter anderem den Wasserhaushalt des Körpers unterstützt. Außerdem enthält das Wintergemüse Eisen, das zum Beispiel den Sauerstofftransport im Körper fördert.

Darüber hinaus ist der Rosenkohl eine gute Ballaststoffquelle. Diese stärken die Darmflora, das Immunsystem und sorgen für eine lang anhaltende Sättigung nach dem Essen.

Im Vergleich zu anderen Kohlsorten enthält der Rosenkohl mehr Fett, Eiweiß und Zucker und ist somit nahrhafter.

Beim Kauf beachten

  • Der Rosenkohl wird im Supermarkt oft in Netzen verkauft. Auf dem Wochenmarkt ist er jedoch auch als lose Ware erhältlich.
  • Frische lässt sich beim Rosenkohl an geschlossenen grünen Köpfen erkennen, die keine Flecken oder welken Blätter haben.
  • In einem feuchten Küchentuch oder einem Kunststoffbehälter oder -beutel bleibt der Rosenkohl im Kühlschrank einige Tage frisch.

Quellen 

Apotheken Umschau: Rosenkohl: Aromatisches Wintergemüse

Bundeszentrum für Ernährung: Rosenkohl küchenfertig machen – Gewusst wie 

Bundeszentrum für Ernährung: Hass und Liebe für den Rosenkohl – Wenn Gemüse polarisiert

Deutsches Obst und Gemüse: Rosenkohl

Deutsches Obst und Gemüse: Rosenkohl: Das Nesthäkchen der Kohlfamilie

 

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