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Zwiebel

Die Zwiebel wird auch Zwiebellauch, Bolle, Zipolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt und ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch. Die Küchenzwiebel existiert, von gelegentlichen Verwilderungen abgesehen, nur noch als reine Kulturpflanze in der Obhut des Menschen.
Die Küchenzwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Bei den alten Ägyptern wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe gereicht, waren eine Art Zahlungsmittel für die beim Pyramidenbau eingesetzten Arbeiter und wurden den Toten als Wegzehrung für die Reise ins Jenseits beigelegt.

Zwiebeln gehören weltweit zu den beliebtesten Gemüsesorten. Ihre Schärfe, ihre Vielseitigkeit, ihre einfache Kultivierung und ihre gute Lagerfähigkeit machen aus der Zwiebel ein wertvolles Lebensmittel. Die Inhaltsstoffe können sich auch sehen lassen, dass zeigt die untenstehende Tabelle:

Inhaltsstoffe der Zwiebel Pro 100 g Tagesbedarf Erwachsener
DGE-Angabe
Mineralstoffe    
Kalium 162 mg 4000 mg
Schwefel 50 mg Keine Angabe
Vitamine
B6 0,13 mg 1,3 mg
B7 (Biotin) 4 µg 50 µg
C 10 mg 100 mg
Ballaststoffe 1,8 g 30 g

                                                                                                            Quelle: GU Nährwerttabelle Ausgabe 2020/21

Saison

Die Hauptsaison von Zwiebeln ist Juli bis Oktober.

Geschmack

Zwiebeln können ein sehr kräftigen, leicht süßlichen bis scharfen Geschmack haben. Je nach Sorte.

Das sollte beim Kauf beachtet werden

  • Beim Kauf von Lagerzwiebeln sollte darauf geachtet werden, dass sie sich fest und prall anfühlen. Die Schale sollte sauber und absolut trocken sein und keine verfaulten Stellen aufweisen. Wenn die Zwiebeln beim Schütteln des Zwiebelnetzes rascheln, ist dies ein Zeichen einer guten Trocknung.
  • Sollte sich die Zwiebel hingegen weich anfühlen oder bereits grüne Triebe haben, ist dies ein deutlicher Hinweis auf Überlagerung.
  • Wenn die Zwiebeln luftig, trocken und dunkel gelagert werden, können diese für mehrere Monate aufbewahrt werden. Sie dürfen jedoch keinesfalls in Folie eingewickelt werden.
  • Beginnen Zwiebeln zu keimen, sollten sie alsbald verzehrt werden.
Zwiebelkuchen

Die inneren Werte

  • Zwiebeln haben nachweislich antibiotische Eigenschaften, bekämpfen also Bakterien und können so Entzündungen lindern.
  • Bei Entzündungen ist auch eine äußerliche Anwendung möglich, zum Beispiel bei Ohrenschmerzen. Ein altbewährtes Hausmittel gegen Mittelohrentzündungen ist ein Zwiebelsäckchen oder eine Zwiebel in einer Socke, die aufs Ohr gelegt wird.
    Zwiebelsäckchen: Die Zwiebeln werden klein gewürfelt und in ein sauberes Baumwolltuch eingewickelt. Wichtig ist, dass möglichst nur eine Stoffschicht zwischen Zwiebel und Ohr ist und die Päckchen klein sind. Diese lassen sich einfach unter ein Stirnband oder eine Mütze klemmen. Das Päckchen kann warm und kalt aufgelegt werden. Je nachdem, wie es dem Kranken angenehmer ist.
  • Bekannt ist beispielsweise Zwiebelsaft bei Husten. Ein selbstgemachter Hustensaft aus Zwiebeln ist eine gute Alternative. Zur Herstellung des Hausmittels gegen Husten werden gehackte Zwiebeln mit braunem Zucker gemischt und einige Stunden ziehen gelassen. Von dem entstandenen Zwiebelsirup kann mehrmals täglich ein Teelöffel eingenommen werden, um den Husten zu lösen.
  • Bei Insektenstichen können Zwiebeln ebenfalls helfen. Die frisch angeschnittene Fläche einer halbierten Zwiebel wird dabei auf die betroffene Stelle gedrückt.
  • Ähnlich wie Knoblauch enthalten auch Zwiebeln das Antioxidans Allicin, welches aufgrund seiner gefäßschützenden Wirkung helfen kann, Arteriosklerose vorzubeugen. Diese gilt als wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Herzinfarkten und Schlaganfällen.
  • Zu den wertvollen Wirkstoffen der Zwiebel gehören Ballaststoffe, die besonders wichtig für eine gesunde Verdauung sind. Sie sind das „Futter“ der gesunden Darmbakterien, die in unserer Darmflora unter anderem einen starken Einfluss auf das Immunsystem haben
                                                          

Quelle: Text: www.gesundheit.de/ernaehrung

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