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Spargel

Spargel ist eine Pflanzengattung in der Familie der Spargelgewächse. Die wirtschaftlich wichtigste Art dieser Gattung ist der Gemüsespargel.
Die frisch austreibenden Stängel des Gemüsespargels sind ein geschätztes Gemüse. Einige Arten und Kulturformen werden in Gärten, auf Balkonen und in Räumen als Zierpflanzen verwendet.

Inhaltsstoffe des Spargels Pro 100 g Tagesbedarf Erwachsener DGE-Angabe
Mineralstoffe    
Kalium 210 mg 4000 mg
Kalzium 20 mg 1000 mg
Magnesium 20 mg 350 mg
Eisen 1 mg 15 mg
Natrium 4 mg 2000 mg
Phosphor 45 mg 700 mg
Vitamine    
B1 0,11 mg 1,2 mg
B2 0,12 mg 1,3 mg
B6 0,6 mg 1,5 mg
E 2,5 mg 14 mg
Folsäure (B9) 110 µg 300 µg
C 20 mg 100 mg
Ballaststoffe 1 g 30 g

Quelle: GU Nährwerttabelle 2020/2021
                                                                                                            

Saison

Frischer Spargel aus der Region hat keine fest definierte Saison, denn die Ernte ist vom Wetter abhängig. Die ersten Stangen gibt es in der Regel Mitte bis Ende April. Das Ende der Spargelzeit ist traditionell am 24. Juni, dem sogenannten „Spargel Silvester“.

Spargel: weiß, violett oder grün?
Je nach Anbauverfahren zeigt sich der Spargel in drei Farben: weiß, violett oder grün:

  • Die Sprossen des weißen Spargels – auch Bleichspargel genannt – werden durch aufgeschüttete Erdwälle vor Sonnenlicht geschützt und bleiben daher weiß. Aufgrund des aufwendigen Anbauverfahrens ist der weiße Spargel teurer als der grüne.
  • Wenn die Spargelspitze die Erddecke durchbricht, wird sie durch Bildung des Pflanzenfarbstoffes Anthocyan violett.
  • Grüner Spargel wächst normalerweise auf ebenen Beeten unter vollem Lichteinfluss und bildet dadurch den grünen Farbstoff Chlorophyll sowie vermehrt geschmacksbestimmende Inhaltsstoffe aus. Grünspargel hat somit ein kräftigeres, würzigeres Aroma.

Das sollte beim Kauf beachtet werden!

Auf diese Merkmale sollten Sie achten, um frischen Spargel zu erkennen:

  • Frischer Spargel hat einen fest verschlossenen Kopf.
  • Die Anschnittstelle sollte saftig, frisch und nicht eingetrocknet sein.
  • Bei älterem Spargel sind die Schnittenden grau-gelb verfärbt.
  • Frische Spargelstangen erzeugen „quietschende“ Töne, wenn sie aneinander gerieben werden.
  • An der Schnittstelle hat frischer Spargel einen aromatischen Geruch. Nicht mehr frischer Spargel riecht säuerlich.
  • Frischer Spargel glänzt leicht und sieht knackig aus.
  • Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen.
  • Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach.
  • Kurze Transportwege sind wichtig, um Qualitätseinbußen zu verhindern. Einheimischer Spargel ist zu bevorzugen.


Die inneren Werte

  • Spargel besteht zu circa 95 Prozent aus Wasser und liefert aufgrund dessen sehr wenig Energie – nur 16 Kalorien pro 100 Gramm.
  • Spargel enthält jedoch reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Besonders Vitamin C, E und Beta-Carotin sowie Vitamine des B-Komplexes. Vitamin C, E und Beta-Carotin (die Vorstufe von Vitamin A) wirken im Körper als Antioxidantien. Auch die Mineralstoffe Kalium, Eisen, Magnesium, Calcium und Kupfer sind als positive Inhaltsstoffe des Spargels besonders zu erwähnen.
  • Harnwegsinfekte: Dank der Aminosäure Asparaginsäure wirkt Spargel harntreibend. Die Säure soll dabei helfen, stickstoffhaltige Abbauprodukte in den ungiftigen Harnstoff umzuwandeln, der dann über die Nieren ausgeschieden werden kann. Mit dem Harnstoff werden auch Erreger von Harnwegsinfekten ausgeschieden.
  •  Darmbeschwerden: Spargel enthält viele Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, welche die Verdauung anregen und so eine gute Darmfunktion ermöglichen. Insbesondere der Faserstoff Inulin kräftigt die Darmflora. Folsäure in Kombination mit Vitamin C stabilisiert die Darmschleimhaut.
  • Muskel- und Nerventätigkeit: Reichlich Mineralstoffe stecken im Spargel, z.B. Kalium. Kalium ist wichtig für Transportvorgänge im Körper und sorgt dafür, dass Signale weitergeleitet werden. Der Nährstoff ist essentiell dafür, dass Muskeln und Nerven funktionieren.


Tipps zur Lagerung und Zubereitung von Spargel

  • Für den Spargel ist eine kühle, feuchte und dunkle Lagerung wichtig. Am besten eingewickelt in einem feuchten Tuch im Kühlschrank oder in einem kühlen Vorratsraum aufbewahren.
  • Spargel ist spätestens zwei bis drei Tage nach dem Einkauf zuzubereiten.
  • Beim Einfrieren: Spargel waschen, schälen und holzige Enden abschneiden. Weißen Spargel nicht kochen oder blanchieren.
  • Tiefgekühlter Spargel hält bis zu neun Monate. Anschließend sollte der Spargel aber nicht aufgetaut werden – einfach gefroren ins kochende Wasser geben.
  • Grünspargel ist wegen seiner Zartheit besonders Verderb gefährdet.
  • Es ist darauf zu achten, dass Spargel immer erst direkt vor dem Kochen geschält wird, um Qualitätseinbußen zu verhindern.
  • Den Weißspargel immer ungefähr zwei Zentimeter, den grünen Spargel eine Hand breit unterhalb des Kopfes von oben nach unten schälen.
  • Nach unten hin stärker schälen und eventuell holzige Enden wegschneiden.
  • Spargel wird meist gedämpft oder gekocht. Die Garzeit liegt je nach Durchmesser und Spargeltyp bei circa 20 Minuten (weißer Spargel) und circa 15 Minuten (grüner Spargel).
  • Je weniger Wasser verwendet wird, desto geringer ist der Nährstoffverlust. Deshalb ist bevorzugt ein Siebeinsatz für Gemüse zu verwenden.
  • Das Kochwasser kann wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe für Suppen oder Saucen weiterverwendet werden.
  • Etwas Zitronensaft im Kochwasser lässt die Spargelstangen weiß bleiben.          

Quelle Text: Wikipedia, www.gesundheit.de

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